CAT.6a Netzwerkverkabelung Fehler: Wenn mangelndes Wissen die Geschwindigkeit drosselt
- Maciej Mikoluszko
- 30. Juni 2025
- 3 Min. Lesezeit
In der heutigen digitalen Welt ist eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung unerlässlich – sei es im privaten Haushalt oder im Unternehmen. Dafür werden immer häufiger Netzwerkkabel der Kategorie 6a (CAT.6a) verlegt, die für beeindruckende Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde (10 Gbit/s) ausgelegt sind. Doch wir als erfahrene Elektrofachkräfte stellen immer wieder fest: Die Theorie und die Praxis klaffen oft weit auseinander, was zu gravierenden Netzwerkverkabelung Fehlern führt.
Ein weit verbreitetes und kritisches Problem ist der Mangel an speziellem Fachwissen über die richtige Installation und Terminierung von CAT.6a-Kabeln. Viele Installateure behandeln diese Hochleistungskabel wie einfache Telefonleitungen, ohne die komplexen physikalischen Anforderungen der Kategorie zu verstehen. Solche Netzwerkverkabelung Fehler beeinträchtigen die Performance massiv.
Typische Netzwerkverkabelung Fehler: Übermäßiger Adernverdrillung (De-Twist)

Das beigefügte Bild zeigt exemplarisch einen sehr häufigen und gravierenden Netzwerkverkabelung Fehler: die übermäßige Adernverdrillung (auch "De-Twist" genannt) beim Anschluss an einen Patchpanel oder eine Datendose.
Was Sie auf dem Bild sehen: Die einzelnen Adernpaare (blau/blau-weiß, orange/orange-weiß, grün/grün-weiß, braun/braun-weiß) sind über eine viel zu lange Strecke abisoliert und entdrillt worden, bevor sie auf die Klemmleisten aufgelegt wurden. Dies ist besonders bei den orangefarbenen Kabeln und ihren Anschlüssen deutlich sichtbar. Die Schirmung der Kabel ist ebenfalls nicht optimal ausgeführt.
Das Problem: Die hohe Leistung von CAT.6a-Kabeln wird maßgeblich durch die präzise Verdrillung der Adernpaare erreicht. Diese Verdrillung dient dazu, elektromagnetische Interferenzen (Crosstalk) zu minimieren und eine hohe Signalintegrität über lange Strecken zu gewährleisten. Wenn diese Verdrillung über eine zu lange Strecke aufgelöst wird, wie auf dem Bild ersichtlich, geht die schützende Wirkung verloren. Das Kabel kann seine spezifizierte Leistung nicht mehr erbringen. Die Datenpakete werden fehlerhaft übertragen, was zu den oben genannten Netzwerkverkabelung Fehlern führt:
Drastisch reduzierter Geschwindigkeit: Statt 10 Gbit/s erreichen Sie möglicherweise nur 1 Gbit/s oder weniger.
Erhöhten Fehlerraten: Was sich in häufigen Abbrüchen oder langsamen Verbindungen äußert.
Instabilen Netzwerken: Die oft schwer zu diagnostizieren sind.
So muss ein CAT.6a Patchpanel fachgerecht terminiert werden:
Die Installation von CAT.6a-Komponenten erfordert Präzision und spezielle Werkzeuge. Der entscheidende Punkt ist die Einhaltung des minimalen De-Twist-Abstands. Die einzelnen Adernpaare dürfen nur so weit wie unbedingt notwendig entdrillt werden – in der Regel sind das nur wenige Millimeter (oft max. 12,5 mm, je nach Herstellerangabe). Die Schirmung muss ebenfalls korrekt und sauber aufgelegt werden, um externe Störungen abzuleiten. Diese sorgfältige Arbeitsweise hilft, Netzwerkverkabelung Fehler von vornherein zu vermeiden.
Hier ist eine schematische Darstellung, wie ein CAT.6a Patchpanel-Anschluss korrekt aussehen sollte:
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| |
| [Port 1] [Port 2] [Port 3] [Port 4] ... (RJ45-Buchsen) |
| |
| +-------------------------------------------------------+ |
| | Klemmleisten (LSA-Plus oder IDC) für die Adernpaare | |
| +-------------------------------------------------------+ |
| | | | | | | | | |
| | | | | | | | | |
| V V V V V V V V |
| -------------------------------------------------------- |
| / _ _ _ _ _ _ _ _ _ \ |
| / | | | | | | | | | \ |
| | Kabelmantel ---| | | | | | | | |---- Geringster De-Twist |
| | | | | | | | | | | (wenige mm!) |
| | (Abisoliert -> Adernpaare (noch verdrillt) |
| | nur minimal) |
| | --------------------------------------- |
| | > Schirmgeflecht / Folie (korrekt aufgelegt) |
| | > Erdungsdraht (verbunden) |
| |___________________________________________________________|
| |
| Rückseite des Patchpanels (Kabelzuführung) |
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Beschriftung der schematischen Darstellung:
Kabelmantel: Minimal abisoliert, nur so viel, wie nötig ist, um die Adern aufzulegen.
Geringster De-Twist (wenige mm!): Die Adernpaare werden nur auf den letzten Millimetern vor dem Auflegen entdrillt.
Schirmgeflecht / Folie (korrekt aufgelegt): Bei geschirmten Kabeln (wie CAT.6a STP/FTP) ist die ordnungsgemäße Anbindung der Schirmung entscheidend für die Störsicherheit.
Klemmleisten (LSA-Plus oder IDC): Die Adern werden präzise in die dafür vorgesehenen Klemmleisten gedrückt oder geschraubt.
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Eine korrekt installierte CAT.6a-Netzwerkinfrastruktur ist eine Investition, die sich in Geschwindigkeit, Stabilität und Zukunftssicherheit auszahlt. Billige Lösungen oder fehlendes Fachwissen führen hier unweigerlich zu Performance-Einbußen und Frustration. Das Vermeiden von Netzwerkverkabelung Fehlern ist unser Anspruch.
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