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Eine detaillierte Ansicht des Inneren eines großen Schaltschranks oder einer elektrischen Steuerung. Mehrere Reihen von modularen Schutzschaltern, Relais oder ähnlichen elektrischen Komponenten sind auf DIN-Schienen montiert. Viele Kabel sind angeschlossen, darunter gelb-grüne Erdungskabel. Die Farbgebung ist überwiegend grau und weiß, mit einigen dunkleren Bereichen.

Die Elektroinstallation aus den 70er Jahren: Warum Ihr neues Heim zur Sicherheitsfalle werden kann

  • Maciej Mikoluszko
  • 6. Sept.
  • 2 Min. Lesezeit

Der Kauf eines Hauses, insbesondere eines mit dem Charme der 70er Jahre, ist ein aufregendes Unterfangen. Man verliebt sich in den Stil, die Aufteilung und den Charakter. Doch bei all der Begeisterung übersehen viele Käufer einen der wichtigsten, aber unsichtbaren Aspekte: den Zustand der Elektroinstallation. Viele gehen fälschlicherweise davon aus, dass alles in Ordnung ist, solange der Strom fließt. Unsere langjährige Erfahrung zeigt jedoch, dass die Elektroinstallation aus den 70er Jahren oft eine tickende Zeitbombe ist.


Nicht isolierte Kabelverbindungen in einer Holzverkleidung.

Veraltet und gefährlich: Die verborgenen Mängel der Elektroinstallation


Die Installationen aus dieser Zeit wurden oft mit damals gängigen, heute aber völlig veralteten und unzureichenden Materialien ausgeführt. Die Kabelquerschnitte sind in der Regel viel zu klein für die Anforderungen moderner Haushalte, in denen eine Vielzahl von Großgeräten wie Induktionsherde, Trockner und Wärmepumpen gleichzeitig betrieben werden. Die Isolation der Kabel ist nach über 50 Jahren porös und brüchig geworden, was die Brandgefahr massiv erhöht.

Ein weiteres, gravierendes Problem ist das häufig fehlende oder mangelhafte Erdungssystem. Viele Stromkreise wurden ohne Schutzleiter verlegt, was im Falle eines Defekts lebensgefährlich sein kann. Ein Kurzschluss kann zu einem Stromschlag führen, da der Fehlerstrom nicht sicher abgeleitet wird.

Unisolierte Verbindungsbuchse in dieser bewährten Elektroinstallation

E-Check – Ein trügerisches Gefühl der Sicherheit


Viele Immobilienbesitzer oder potenzielle Käufer glauben, dass ein einfacher E-Check, wie er bei Hausübergaben oft durchgeführt wird, für Klarheit sorgt. Leider ist dies oft ein trügerisches Gefühl. Aus unserer Praxis wissen wir, dass diese Prüfungen manchmal nur oberflächlich durchgeführt und die Ergebnisse aus der Hand geschrieben werden, ohne die tatsächlichen Mängel zu erkennen. Ein E-Check prüft in der Regel nur die momentane Funktion, nicht aber den Zustand der alten, porösen Kabel oder versteckte, mangelhafte Verbindungsstellen.


Die versteckten Gefahren in den Wänden


Ein besonderes Problem, das wir immer wieder bei der Arbeit an alten Installationen finden, sind die versteckten Klemmstellen in den Wänden. Früher war es üblich, Kabel zu verlängern oder Teilstücke der Installation zu versetzen, indem man sie mit Lüsterklemmen oder anderen provisorischen Verbindern einfach in der Wand verklemmte und überputzte. Solche Verbindungen sind eine erhebliche Brandgefahr, da sie sich im Laufe der Zeit durch Lockerung oder Korrosion erhitzen können. Diese unsichtbaren Schwachstellen stellen ein enormes Risiko für die gesamte Elektroinstallation aus den 70er Jahren dar.

Anschlusskasten ohne Beschriftung

Unsere ehrliche Empfehlung: Handeln Sie proaktiv


Die Lebensdauer von Elektroinstallationen wird von den Herstellern auf maximal 50 Jahre geschätzt. Nach dieser Zeit ist eine Erneuerung nicht nur ratsam, sondern aus Sicherheitsgründen unumgänglich. Die Erneuerung der Elektrik ist eine Investition in die Sicherheit Ihrer Familie und den Werterhalt Ihrer Immobilie.

Wir zeigen unseren Kunden bei der Besichtigung von Häusern aus dieser Epoche stets transparent die Mängel der bestehenden Elektroinstallation. Mit gutem Gewissen empfehlen wir eine Teil- oder Komplettsanierung der Anlage, um alle Risiken auszuschließen. Nur so können Sie sicher sein, dass Ihr neues Zuhause nicht zur Gefahr wird. Zögern Sie nicht, uns anzusprechen – Ihre Sicherheit ist uns wichtig!



 
 
 

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® 2022 Matthias Mikoluszko

Alle Fotos wurden von Matthias Mikoluszko aufgenommen und sind sein Eigentum.

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